M. Emmerich: Zahnersatz; Aachener Nachrichten

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Zahnersatz

Verbesserte Implantate
Der Wunsch nach festsitzenden dritten Zähnen ist so alt wie der Mensch selbst. Schon die alten Ägypter schnitzten sich Prothesen aus Tierknochen. Und der erste Präsident der USA, George Washington trug eine Totalprothese aus Leder und geschnitztem Flusspferdbein. Trotz stetiger Verbesserung halten Prothesen nicht so wie eigene Zähne. Um diesem Ziel näher zu kommen, setzt man seit den 60er Jahren des vergangen Jahrhunderts Zahnimplantate ein.

Welchen Patienten bieten Zahnimplantate Vorteile?
Zunächst zahnlosen Patienten, die mit so genannten Totalprothesen versorgt sind. Der Nachteil ist, dass diese nur auf der Schleimhaut aufliegen und im Mund leicht beweglich sind. Viele Patienten klagen zudem darüber, dass sie vieles nicht mehr essen können und Probleme haben, unbefangen in der Öffentlichkeit aufzutreten. Hier können mehrere Implantate gesetzt werden, die die Prothese stabilisieren. So erhalten gerade diese Patienten ein Stück Lebensqualität zurück.

Sodann Patienten, denen ein einzelner oder mehrere Zähne verloren gegangen sind. In diesen Fällen werden üblicherweise die Nachbarzähne beschliffen und somit beschädigt, um die Lücke mit einer Brücke zu schließen. Mit Zahnimplantaten hat man die Möglichkeit, den verlorengegangen Zahn ohne Beschädigung anderer Zähne zu ersetzten. Zahnimplantate sind künstliche Wurzeln aus Titan, die fest in den Kieferknochen gesetzt werden. Diese werden heute in einem kleinen chirurgischen Eingriff ambulant in der Zahnarztpraxis von routinierten implantologisch tätigen Zahnärzten gesetzt. Unter örtlicher Betäubung kann dieser Eingriff schmerzfrei durchgeführt werden.

Vor einigen Jahren war es noch üblich, dass zum Beispiel ein kranker Zahn, der durch ein Implantat ersetzt werden sollte, zuerst gezogen wurde. Dann ließ man die Wunde bis zu einem Jahr verheilen und dann erst wurde das Zahnimplantat eingesetzt. Das bedeutete bis zu vier chirurgische Eingriffe, was nicht gerade angenehm für den Patienten war. Heute versucht man dies möglichst in einer Behandlung für den Patienten. Dies ist leider noch nicht in jedem Fall möglich, aber die Zahnmedizin arbeitet dran! Viele Patienten konnten noch vor einigen Jahren aufgrund mangelnden Knochenangebots nicht mit Implantaten versorgt werden. Den verbesserten Operationsverfahren ist es zu verdanken, dass dies heut in den meisten Fällen möglich ist.

Nun mag man sagen: „Eigentlich möchte ich ja gar keine Implantate und möglichst meine eigenen Zähne ein Leben lang behalten.“

Autor: Dr. med. dent. Emmerich Zahnarzt in Aachen
Quelle: Aachener Nachrichten vom 09.02.2001

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